Tag 7 – Schon wieder zu lange geschlafen!

Die Zeitumstellung nach dem Langstreckenflug macht uns noch immer zu schaffen. Wir frühstücken ersteinmal.
Nach einem Banh Mi geht es mit einem Ice Cà Phê in der Hand in den lokalen Linienbus.


Dass Vietnam der zweitgrößte Kaffeeproduzent weltweit ist, haben wir vor unserer Reise kaum geahnt.

Hier wird der Kaffee eher stark und mit viel Koffein getrunken. Einen Wachmacher können wir gerade auch gut gebrauchen. Damit der starke Kaffee trotzdem schmeckt wird er hierzulande meist mit gezuckerter Kondensmilch serviert. Schmeckt lecker und ist eine gute Abkühlung im stickigen Bus.
In so einem Bus kann man supergut Leute beobachten. Während wir uns setzen, trägt ein Mann eine Plastiktüte mit kleinen Fischen an uns vorbei. Noch leben sie.
Wir steigen in einem Teil der Stadt aus, von dem wir glauben, dass es Chinatown ist. Dort schlendern wir so durch die Gassen und besuchen einen chinesischen Tempel, den wir zufällig entdecken.


Nach einer kleinen Schwindelattacke aufgrund von Flüssigkeitsmangel, fahren wir zurück und ruhen uns im Hostelzimmer aus. Draußen ist es eh schon dunkel.
Später schauen wir uns noch ein bisschen in der Innenstadt um.

Werden hier vielleicht Vorbereitungen für den 1. Mai getroffen?

Tag 4 – Jetlag in Ho-Chi-Minh City

Der Jetlag hat uns erwischt und wir schlafen viel zu lang. Nach einer kleinen Erkundungstour durch Ho-Chi-Minh City gehen wir abends in den Bitexco Tower. Mit seinen 265,5m ist er das zweithöchste Gebäude Vietnams. Es gibt eine Aussichtsplattform(Skydeck). Günstiger ist es jedoch, wenn man ein Stockwerk über der Plattform einen Cocktail trinkt. Schicke Kleidung und keine Flipflops wären wünschenswert….

Tag 3 – Teil 2 mit einer kurzen Folge Janna in Gefahr 1

 

Wer glaubt, dass er in Shanghai oder Bangkok schon einmal viele Motorradfahrer gesehen hat, wird dennoch bei dem Anblick der Straßen von Ho-Chi-Minh City staunen. Unzählige Mopeds düsen mit durchaus riskanter Fahrweise an uns vorbei. Bis zu 82 Prozent der Verkehrsteilnehmer befinden sich auf diesen Mopeds und obwohl seit kurzem auch eine Helmpflicht beschlossen wurde gehört Vietnam noch immer zu einem der Länder mit den meisten Verkehrstoten.

An unserem ersten Abend in Ho Chi Minh City laufen wir zu Fuß bis zur Partymeile der Stadt. Dort, so wurde uns gesagt, finden wir auch noch zu später Stunde etwas Schmackhaftes zum Essen. Die Partymeile blinkt in allen Farben des Regenbogens und laute Musik dröhnt aus den Läden, in einer Lautstärke, die sicher bei uns Zuhause nicht mehr erlaubt wäre. Ein zierliches Mädchen stützt ihren Freund, der sich alleine kaum noch halten kann. Ein Mann spricht uns von der Seite an und fragt ob wir Kokain kaufen wollen. Wir gehen lieber schnell weiter, da Drogendelikte durchaus in langen Freiheitsstrafen enden können oder auch schlimmeres drohen kann. In dieser Straße wird ausgelassen gefeiert, aber man kann auch in vielen Garküchen noch eine Kleinigkeit essen. Wir gönnen uns unsere erste Pho Suppe in Vietnam und machen uns langsam auf den Rückweg.

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Tag 0 – Abreise: Wir fliegen ja erst kurz vor 3

Hamburg 7 Uhr, geschlafen haben wir eigentlich kaum.

Julian muss nach dem Duschen noch schnell zum Impfen und hat noch einen Arzttermin.
Ganz entspannt, wir fliegen ja erst um 14:50 Uhr.
Achja und die Action-Kamera muss er auch noch von der Post abholen.
Und oh ist er eigentlich für den ganzen Zeitraum krankenversichert?
Sowas kann man ja auch am Flughafen beim Einsteigen in den Flieger klären.
Manche empfinden ja so Last-Minute-Dinge als stressig – Andere sprechen vom Lebenskünstler.

Ich selbst habe auch noch ein paar Dinge auf der Liste: Ebay-Pakete abgeben – Besitz belastet ja bekanntlich, und dann nur noch kurz wischen bevor unser Gast kommt, der für die nächsten zwei Monate unsere Wohnung hüten wird.

Achja und Julians Bachelorgeschenk fertigstellen.

Huups, jetzt ist es doch schon 12:00 Uhr.
Doch zum Flughafen schaffen wir eine Punktlandung und sind pünktlich zwei Stunden vorher da. Heute mal kaum Stress.
Das Gefühl in die Ferne zu fliegen ist jedoch etwas anders als beim ersten Mal.
Als ich das erste Mal alleine nach China gereist bin war ich fürchterlich aufgeregt. Am Flughafen spielten sich herzzerreißende Abschiedsszenen ab. Unter Tränen musste ich Pumps und Bügeleisen aufgrund von Übergepäck zurücklassen. (Der Ein oder Andere erinnert sich vielleicht noch an meinen ersten Artikel: hier der link).
Was ich damals nicht verraten habe: Am ersten Abend in Shanghai traute ich mich nicht mein Hotelzimmer zu verlassen. Aus Angst vor den kommenden Abenteuern und aus Furcht vor der großen weiten Welt.
Julian erging es da kaum anders als mir.

Bei seinem ersten Besuch in Bangkok traute auch er sich, von der drückenden Hitze und den gewaltigen Menschenmassen erschlagen, am ersten Abend kaum vor die Hosteltür.
Man kennt das vielleicht, der erste Schultag war noch total aufregend. Man war voller Vorfreude, konnte nachts kaum schlafen, hatte dieses leichte Kribbeln im Bauch und war gespannt auf die vielen, neuen und interessanten Dinge, die einen erwarten würden. Nach einem Monat war es zwar noch schön zur Schule zu gehen, aber eben nicht mehr ganz so aufregend.
Oder Löffeleier, beim ersten Mal probieren eine Geschmacksexplosion und jetzt ist es einfach immer wieder schön sie zu essen.

Oder als ich mich auf einem Festival das erste Mal auf ein K.I.Z-Konzert verirrte. Völlig verstört blickte ich in eine Masse voll grölender Besoffener während der Sänger auf der Bühne zwischen Militärfiguren seine eigene Geburt nachstellte. Schockierend. (Der Ein oder Andere erinnert sich vielleicht auch an diese Situation).
Beim zweiten Mal hatte ich mich an das Spektakel gewöhnt und konnte, fast fehlerfrei, die nun auch sehr eingängigen Texte mitbrüllen.
So eine Asienreise ist zwar noch lange kein K.I.Z-Konzert, aber auch hier erwarteten mich in der Vergangenheit Abenteuer, wilde Tiere aber auch menschliche Eigenheiten, an die ich mich erstmal gewöhnen musste. Um mich jetzt noch aus der Ruhe zu bringen, bräuchte es so Einiges.
Es ist ein schönes Gefühl so entspannt losreisen zu können und zu wissen, dass es kaum noch Dinge geben könnte, die mich tatsächlich aus der Fassung bringen könnten, aber auch sehr schade, dass ich nie wieder so beeindruckt sein werde, wie beim ersten Mal als ich die Skyline von Pudong sah

Skyline Shanghai Pudong, China

oder, dass ein 52. Stock im Bitexo-Tower in Ho Chi Minh Stadt (Saigon) eben niedriger sein wird, als die 148. Etage auf 555 m im Burj Khalifa in Dubai.

Burj Khalifa, Dubai

Trotzdem kein Grund sich nicht voller Vorfreude in das Flugzeug zu begeben.
Und während Julian noch beim Boarding mit seiner Versicherung diskutiert, freue ich mich schon auf die kommende, gemeinsame Zeit.
Nach einem kurzen Zwischenstopp in Zürich sind wir schwuppdiewupp auch schon in Bangkok.

Bangkok, Thailand

Du planst auch eine lange Reise?

Hier ein paar nützliche Tipps für deinen nächsten Langstreckenflug!