Tag 5 – Zu Fuß durch Ho Chi Minh City

Heute haben wir viel vor:
Wir wollen die 5,3 Millionenstadt Ho-Chi-Minh City zu Fuß erkunden.
Direkt gegenüber von unserem Hostel befindet sich der Bitexco Tower. Von dort aus starten wir unseren kleinen Rundgang durch Ho-Chi-Minh City.
Zuerst kommen wir am Saigonfluss vorbei. Sông Sài Gòn wird der Fluss auf vietnamesisch genannt. Das eher bräunliche Wasser fließt von Kambodscha bis ganz in den Süden Vietnams und mündet dort in den Dong Nai Fluss.

Nach einem kleinen Frühstück geht es weiter durch die Dong Khoi Straße mit ihren kleinen Geschäften und Boutiquen.
Zwischen modernen Neubauten von altbekannten Luxusmarken wie Gucci und Prada entdecken wir die „Alte Oper“. Diese wurde um das Jahr 1900 erbaut. Nur eine lärmende Lous Vuitton Baustelle trennen das Opernhaus vom danebenliegenden Rathaus („Hotel de Ville“).
Am Ende der Dong Khoi finden wir die Kathedrale von Notre Dame, die als eines der Wahrzeichen der Stadt gilt und noch aus der französischen Kolonialzeit stammt. Die Materialen wurden tatsächlich aus Frankreich importiert.
Direkt daneben befindet sich die „Alte Post“, die 1886 erbaut wurde und bis heute in Betrieb ist.


Wir gehen weiter bis zum Reunifikations Palast, den Palast der Einheit, der auch als Weißes Haus Südvietnams bezeichnet wird. Entscheiden uns jedoch gegen einen Besuch und essen dafür im M2C Café gegenüber vom Kriegsreliktmuseum. Das Cafe besticht durch seine außergewöhnliche Einrichtung und seinen gemütlichen Charme.


Danach schauen wir uns das Kriegsreliktmuseum an. Die dortige Ausstellung zeigt anhand von Fotoreportagen, genutzten Waffen, Panzern und schrecklichen Folteranlagen die Gräueltaten des Vietnamkrieges. Wir werden hier jedoch keine weiteren Fotos außer vom Gebäude zeigen, da wir die posierenden und Selfie schießenden Touristen vor den Panzern als sehr unpassend empfunden haben. Wir denken, dass dieser Blog oder Portale wie Instagram etc. keine geeignete Plattform bieten um dies umfassend darzustellen. Wir würden die Ausstellung aber weiterempfehlen.


Nach dem Besuch im Museum gehen wir weiter zu der Xa Loi Pagode, die wir aufgrund von einbrechender Dunkelheit leider nicht finden können. Sie ist die größte Pagode in Ho-Chi-Minh-Stadt und gilt als kulturelles Zentrum des Buddhismus in Südvietnam.
Nach einer weiteren leckeren Pho Suppe ist der Tag auch schon wieder vorbei und wir fallen müde ins Hostelbett. Die laute Musik der Rooftopbar wird zur leisen Hintergrundmusik unserer Träume.

Tag 4 – Jetlag in Ho-Chi-Minh City

Der Jetlag hat uns erwischt und wir schlafen viel zu lang. Nach einer kleinen Erkundungstour durch Ho-Chi-Minh City gehen wir abends in den Bitexco Tower. Mit seinen 265,5m ist er das zweithöchste Gebäude Vietnams. Es gibt eine Aussichtsplattform(Skydeck). Günstiger ist es jedoch, wenn man ein Stockwerk über der Plattform einen Cocktail trinkt. Schicke Kleidung und keine Flipflops wären wünschenswert….

Tag 0 – Abreise: Wir fliegen ja erst kurz vor 3

Hamburg 7 Uhr, geschlafen haben wir eigentlich kaum.

Julian muss nach dem Duschen noch schnell zum Impfen und hat noch einen Arzttermin.
Ganz entspannt, wir fliegen ja erst um 14:50 Uhr.
Achja und die Action-Kamera muss er auch noch von der Post abholen.
Und oh ist er eigentlich für den ganzen Zeitraum krankenversichert?
Sowas kann man ja auch am Flughafen beim Einsteigen in den Flieger klären.
Manche empfinden ja so Last-Minute-Dinge als stressig – Andere sprechen vom Lebenskünstler.

Ich selbst habe auch noch ein paar Dinge auf der Liste: Ebay-Pakete abgeben – Besitz belastet ja bekanntlich, und dann nur noch kurz wischen bevor unser Gast kommt, der für die nächsten zwei Monate unsere Wohnung hüten wird.

Achja und Julians Bachelorgeschenk fertigstellen.

Huups, jetzt ist es doch schon 12:00 Uhr.
Doch zum Flughafen schaffen wir eine Punktlandung und sind pünktlich zwei Stunden vorher da. Heute mal kaum Stress.
Das Gefühl in die Ferne zu fliegen ist jedoch etwas anders als beim ersten Mal.
Als ich das erste Mal alleine nach China gereist bin war ich fürchterlich aufgeregt. Am Flughafen spielten sich herzzerreißende Abschiedsszenen ab. Unter Tränen musste ich Pumps und Bügeleisen aufgrund von Übergepäck zurücklassen. (Der Ein oder Andere erinnert sich vielleicht noch an meinen ersten Artikel: hier der link).
Was ich damals nicht verraten habe: Am ersten Abend in Shanghai traute ich mich nicht mein Hotelzimmer zu verlassen. Aus Angst vor den kommenden Abenteuern und aus Furcht vor der großen weiten Welt.
Julian erging es da kaum anders als mir.

Bei seinem ersten Besuch in Bangkok traute auch er sich, von der drückenden Hitze und den gewaltigen Menschenmassen erschlagen, am ersten Abend kaum vor die Hosteltür.
Man kennt das vielleicht, der erste Schultag war noch total aufregend. Man war voller Vorfreude, konnte nachts kaum schlafen, hatte dieses leichte Kribbeln im Bauch und war gespannt auf die vielen, neuen und interessanten Dinge, die einen erwarten würden. Nach einem Monat war es zwar noch schön zur Schule zu gehen, aber eben nicht mehr ganz so aufregend.
Oder Löffeleier, beim ersten Mal probieren eine Geschmacksexplosion und jetzt ist es einfach immer wieder schön sie zu essen.

Oder als ich mich auf einem Festival das erste Mal auf ein K.I.Z-Konzert verirrte. Völlig verstört blickte ich in eine Masse voll grölender Besoffener während der Sänger auf der Bühne zwischen Militärfiguren seine eigene Geburt nachstellte. Schockierend. (Der Ein oder Andere erinnert sich vielleicht auch an diese Situation).
Beim zweiten Mal hatte ich mich an das Spektakel gewöhnt und konnte, fast fehlerfrei, die nun auch sehr eingängigen Texte mitbrüllen.
So eine Asienreise ist zwar noch lange kein K.I.Z-Konzert, aber auch hier erwarteten mich in der Vergangenheit Abenteuer, wilde Tiere aber auch menschliche Eigenheiten, an die ich mich erstmal gewöhnen musste. Um mich jetzt noch aus der Ruhe zu bringen, bräuchte es so Einiges.
Es ist ein schönes Gefühl so entspannt losreisen zu können und zu wissen, dass es kaum noch Dinge geben könnte, die mich tatsächlich aus der Fassung bringen könnten, aber auch sehr schade, dass ich nie wieder so beeindruckt sein werde, wie beim ersten Mal als ich die Skyline von Pudong sah

Skyline Shanghai Pudong, China

oder, dass ein 52. Stock im Bitexo-Tower in Ho Chi Minh Stadt (Saigon) eben niedriger sein wird, als die 148. Etage auf 555 m im Burj Khalifa in Dubai.

Burj Khalifa, Dubai

Trotzdem kein Grund sich nicht voller Vorfreude in das Flugzeug zu begeben.
Und während Julian noch beim Boarding mit seiner Versicherung diskutiert, freue ich mich schon auf die kommende, gemeinsame Zeit.
Nach einem kurzen Zwischenstopp in Zürich sind wir schwuppdiewupp auch schon in Bangkok.

Bangkok, Thailand

Du planst auch eine lange Reise?

Hier ein paar nützliche Tipps für deinen nächsten Langstreckenflug!