Vietnamesische Fischsauce

Fischsauce

Julian liebt sie, ich muss bei dem Geruch immer an unseren alten Hund denken. Der hat gerne in Seen gebadet und wenn er dann wieder herauskam und das Wasser aus seinem Fell schüttelte, dann roch er doch schon recht stark so, wie eben Fischsauce riecht.

Aber was ist denn eigentlich Fischsauce?

Fischsauce ist eine klare, fast bernsteinfarbene Flüssigkeit die meist aus Anchovis, Sardellen oder auch Tintenfischen hergestellt wird.

Wie wird die Fischsoße hergestellt?

Die frischen Fische werden zusammen mit Salz, manchmal auch etwas Zucker in ein Fass gegeben. Diese Tonfässer werden dann meist direkt in der Sonne aufgestellt. Der Fisch wird nun fermentiert. Durch einen Hahn lässt man dann nach einigen Monaten eine bräunliche Soße abfließen. Diese Soße kann dann erneut hinzugefügt werden. Je nach Stärkegrad der Fischsoße wird dieser Vorgang mehrfach wiederholt. Anschließend wird das ganze pasteurisiert und in kleine Plastikflaschen abgefüllt.

Wo findet man die Fischsauce?

Fischsauce wird häufig in Vietnam aber auch in Thailand verwendet. Wir selbst haben die Fässer einer Fischsoßenfabrik in Mui Ne in Südvietnam gesehen und schon von weitem gerochen.

Wie wird sie verwendet?

In Vietnam erhält man die Fischsoße oft zum Dippen von Frühlingsrollen. Manchmal erhält man auch eine kleine Schale, die man dann über sein Gericht gießen kann/soll. Sie wird oft anstelle von Salz oder Sojasauce zum Würzen verwendet. Je nach Dauer der Fermentierung und nach Fischanteil variiert die Intensität des Geschmackes und Geruches. Sie hat zwar einen intensiven Geschmack, Fisch lässt sich aber meiner Meinung nach nicht genau herausschmecken. Ich kann nicht sagen, dass ich sie besonders gerne mag, aber zu manchen Gerichten gehört sie für mich mittlerweile einfach dazu.